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sommer,sonne,strand und weihnachten


„Guten Morgen! Wir haben den vierten Advent, morgen ist Weihnachten.“ Mit den Worten riss mein Zwillingsbruder die Gardinen in meinem Zimmer auf. Eigentlich war es das Zimmer von mir und Annabella, meiner besten Freundin. Doch sie war nicht mit mir und meiner Familie nach Australien gekommen und so hatte ich das große Bett für mich alleine. Scheiße eigentlich. Mein Bruder hatte gut Lachen, er hatte seinen besten Freund dabei und direkt am ersten Tag ein Mädchen am Strand aufgerissen. Sein Freund Erik war nicht so begeistert, da Kai(mein Bruder) jetzt keine Zeit mehr für ihn hatte. „Erik und ich wollten an den Strand, willst du mitkommen?“ „Ach komm, du willst nur, dass ich mitkomme, damit du mit Roxy abhauen kannst. Erik ist ziemlich sauer, weißt du das?“ „Mach nicht so ein Theater, kommst du mit, oder nicht?“ „Jaa, ich mach mich nur eben fertig.“ Natürlich ging ich nicht mit, um meinem Bruder einen Gefallen zu tun, nur weil ich ja eh nichts vorhatte und damit der arme Erik nicht so alleine war. „Fertig, wo bleibt ihr?“ Aus dem Zimmer meiner Eltern hörte ich Mama rufen: „Die Jungs sind schon draußen.“ Alles klar. Und wie erwartet stand auch Roxy bei ihnen. „Hi Valerie, schicke Badekluft.“ „Das heißt Bikini.“ „No, das ist englisch.“ Dumme Kuh. Sie hatte keine Ahnung von Deutsch, wollte meinen Bruder aber beeindrucken. Auf dem Weg zum Strand rief Annabella an. Sie sagte, dass es meinem Kater gut ging, den hatte ich nämlich bei ihr untergebracht und dass es bei ihnen schneite. Pech gehabt, denn ich saß in der Sonne. Ok ich musste zugeben, es war seltsam Weihnachten hier zu verbringen, aber ich könnte mich dran gewöhnen. Ich war schön braun geworden und meine Haare sind einen Tick heller geworden. Ich liebte den Sommer und mein Blond nach dem Sommer. Am Strand waren Roxy und Kai, wie erwartet direkt verschwunden. Erik legte sich auf sein Handtuch und ich legte mich neben ihn. „Du bist nur wegen mir mitgekommen, oder?“ Er sah zu mir. Ich nickte: „Aber das ist doch kein Problem, in der Wohnung hätte ich eh nichts zu tun gehabt.“ „Worauf hast du denn gerade Lust?“ „Auf ein Eis und Shopping.“ „Komm, wir gehen shoppen und ich gebe dir ein Eis aus.“ Ich sah ihn erstaunt an. „Na mach schon, irgendwie muss ich mich ja bei dir bedanken, schließlich begleitest du mich immer wenn, na du weiß schon.“ „Jetzt sind wir beide verlassen von unseren Freunden.“ Er nickte. Wir zogen uns an und gingen schändeten durch die Stadt. Wir hatten eine Menge Spaß. Wir aßen jede Menge Eis und kauften Klamotten ohne Ende. Am meisten Spaß machte es, wenn wir uns beide einfach irgendwas aus den Regalen holten und es anzogen. Wir verbrachten den ganzen Vormittag in der Stadt. Auf dem Rückweg fragte Erik: „Weißt du schon, was du heute Abend anziehst?“ „Mist, ich habe die Party vergessen. Scheiße. Erik, ich muss sterben.“ Er lachte: „Unsinn, du hast genug Klamotten und jetzt auch noch einen Haufen Neue. Wir finden was.“ „Bist du jetzt meine neue beste Freundin?“ „Wenn du willst.“ Wir lachten. Zu Hause angekommen saß Kai auf dem Sofa, er sah etwas wütend aus. „Wo wart ihr denn?“ „Weg.“ „Ja, das habe ich gemerkt, ihr hättet doch bescheit sagen können.“ Da brannten mir nun endgültig die Sicherungen durch: „Weißt du was?! Du haust andauernd mit dieser Schlampe ab und meckerst? Du bist der Letzte, der sich hier beschweren könnte!“ In dem Moment kam Roxy aus der Küche. „Du bist selber eine Schlampe.“ „Du weißt doch gar nicht, was das ist.“ „Brems mal ab und halt die Klappe Valerie.“ Und da kam auch noch Papa hinzu, ich sollte erwähnen, dass er Psychologe ist! „Kinder, was habt ihr denn, das kann man doch in Ruhe klären, einer nach dem anderen.“ Ich riss Erik einfach mit nach oben. Ich raste in mein Zimmer, schmiss mich aufs Bett und Fluchte vor mich hin. „Du hast aber eine Menge Wörter auf Lager.“ Erik stand grinsend in der Tür. „Steht dein Angebot noch, dass du mir hilfst, was zu finden?“ „Natürlich.“ Wir zwei verbrachten den ganzen Nachmittag auch noch zusammen und er war so lustig. Ich lachte mich halb tot und dachte nicht mehr an meinen blöden Bruder, der sich vorgenommen hatte, mir die Ferien zur Hölle zu machen.

Am Abend suchte ich ihm schnell noch was schönes raus. „Weißt du was, ich nehme mir für heute vor Spaß zu haben und einen Kerl zu finden.“ Er lachte. „Dann such mir aber bitte was aus, womit ich Mädels aufreißen kann, wenn du schon nicht da bist.“ „Wie du willst.“ Wir nahmen uns vor, heute nicht ungeküsst ins Bett zu gehen. Als wir jeder wussten, was wir anzogen verschwanden wir nacheinander ins Bad, duschten uns und machten uns hübsch. „Erik, Valla, sollen wir zusammen zur Party gehen?“ Mein Bruder, was dachte der eigentlich? Für was hielt er sich. „Verpiss dich.“ Mama flötete: „Schätzchen, es ist das Fest der Liebe.“ Sie war Jogalehrerin und ging leider etwas zu offen mit ihrem Sexleben um. „Ja Mama.“ Am besten sagte man bei ihr nie was anderes. Das konnte in tiefgründige Seinsfragen ausarten. Erik und ich machten uns gemeinsam auf den Weg zur Party. Ich hatte einen süßen Rock an, den wir heute gekauft hatten und ein noch niedlicheres Oberteil und natürlich Engelsflügel und einen Heiligenschein. Auf der Party, sah mich nur leider niemand an. Ich teile meine Bedenken Erik gleich mit. „Das liegt vielleicht daran, dass sie denken, dass wir zusammen sind. Na ja, so wie du mich anschaust.“ Ich schlug ihm meine Handtasche um die Ohren und er lachte. „Dann geh ich mir mal was zu trinken holen. Warte hier auf mich, falls mich niemand aufreißen will.“ „Seiden ich finde ein paar heiße Mädels.“ „Alles klar.“ Ich ging davon. Catwalk, mit dem Hintern wackeln. Erst jetzt fiel mir auf, dass die ganzen Jungs, wirklich nicht das beste waren. Also ließ ich es ganz schnell, holte mir einen Becher Cola und hoffte, dass Erik kein Mädchen gefunden, mit dem er den Rest seines Lebens verbringen wollte, da ich sonst gleich wieder nach Hause gehen konnte. Ich hatte Glück, er stand noch da. Als er mich sah tat er so als würde er einem Mädchen hinterher rufen: „Ja du warst furchtbar heiß, das könnten wir wiederholen.“ Ich lachte: „Auch nichts gefunden?“ „Nö, wieso hast du niemanden?“ „Alles nicht so mein Typ.“ „Verständlich, gegen mich kommt eben keiner an.“ Ich musste wieder lachen. „Wollen wir raus gehen? Wir könnten noch an den Strand gehen.“ „Gerne. Ich wünschte es würde schneien, irgendwie kommt doch sonst keine Weihnachtsstimmung auf.“ „Es heißt doch auch Fest der Liebe.“ „Aber jemanden zum lieben hab ich auch nicht.“ „Nimm mich.“ Ich schupste ihn weg. „Schau eine Sternschnuppe.“ Rief er auf einmal. Ich sah sie gerade noch und wünschte mir, dass ich heute noch den „Wahre Liebe Kuss“ bekommen würde. Ja, nur von wem. Und alt, verschimmelt und ungeküsst sterben. Ich sollte es aufgeben, ich würde ungeküsst ins Bett gehen und sterben. Am Strand setzten wir uns hin. Wir schwiegen, es war irgendwie eine peinliche Stille. Ich wusste nicht was ich sagen sollte. Ich spürte seine Blicke und als er weg sah, sah ich ihn mir mal an. Wow, er sah gut aus. Das war mir nie aufgefallen. Er hatte so schöne blaue Augen, sie strahlten und seine Stupsnase sah so niedlich aus. Er hatte große, breite Hände. Wie gerne würde ich meine Hände in die seinen legen. Moment, ich hatte doch einen Schaden, das ist Erik, der beste Freund meines Bruders.

Und doch, er war süß und er brachte mich andauernd zum lachen. Die Sonne begann im Meer zu versinken. Eine romantischere Stimmung hätten wir zu Hause nicht haben können. „Mir ist kalt.“ Natürlich war das gelogen, mir war richtig heiß. Doch Erik setzte sich brav näher an mich und legte einen Arm um mich. „Hat dir schon mal jemand gesagt, dass du ein tolles Mädchen bist, du siehst nicht nur gut aus sondern hast noch Charakter.“ Jetzt wurde mir noch wärmer. Aber wahrscheinlich war das Freundschaftlich gemeint, also andere Gedanken. Doch ich fand keine anderen Gedanken in meinem Kopf, wo waren sie, wenn man sie brauchte. Ich lächelte verlegen. Wäre Schnee da, wäre mir nicht so warm. „Ich mag dich sehr gerne.“ Mein Gesicht war wahrscheinlich so rot, wie die untergehende Sonne. Und bevor ich noch was erwidern konnte, hatte er mir eine Strähne aus dem Gesicht gestrichen, mein Gesicht in die Hand genommen. „Ein Mistelzweig.“ „Ich seh keinen.“ Flüsterte ich. „Du hast zu wenig Fantasie.“ „Ah, da ist er ja.“ „Na also.“ Und er küsste mich. Ich küsste ihn. Es kribbelte. Wir küssten uns.

12.1.08 22:39
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Franzi (18.1.08 22:12)
das is die tollste geschichte
ich lieb dich:-*

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