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advent advent mein herzlein brennt

„Ronjaschatz! Alex ist da, ich schicke ihn hoch ja?“ Die liebreizende Stimme meiner Mutter, hatte jetzt wohl die gesamte Nachbarschaft aufgeweckt. Ich krabbelte aus meinem Bett und raste ins Badezimmer. Ich hatte total verpennt. Na ja, das stand mir ja auch zu, schließlich hatten wir den 4. Advent und somit Ferien, aber ich hatte mich mit meinem besten Freund Alex verabredet. Ich versuchte mein Aussehen noch irgendwie zu retten, denn oh du Fröhliche, ich hatte gemerkt, wie gut Alex aussah, er hatte solche schööönen strahlend blauen Augen und sein lachen war hinreißend und er war immer für mich da. Natürlich wusste er nichts von alldem. „Ronjamauiii?!“ „Bin noch im Bad, komm gleich.“ „Alles klar, ich bin in deinem Zimmer.“ Oh nein, ich betete, dass ich wenigstens meine Unterwäsche in mein Schrank geräumt hatte und sie nicht mit den anderen sauberen Klamotten, die Mama mir gestern gegeben hat, auf meinem Sofa lag. Als ich dann allerdings in mein Zimmer sah wollte ich am liebsten wegrennen, nein viel dramatischer, ich wollte auf den Schimmer meiner Schwester springen(ja sie hat ein Pferd!) und davongaloppieren. Das würde doch eine gute Szene abgeben. Alex hatte sich nämlich meinen BH angezogen, sich eine meiner Pantys über den Kopf gestülpt und tanzte mit meinem Kater auf dem Arm durch mein Zimmer. Ich stand wie angewurzelt in der Tür. „Da bist du ja endlich, Radsha und ich haben ein wenig Spaß gehabt.“ Erst jetzt entdeckte ich, dass mein Kater auch eine Panty auf dem Kopf hatte. Na herzlichen Dank. „Ich sehe es.“ Alex zog sich und dem Kater die Sachen aus und warf sich auf mein Bett. „Was wollen wir denn heute machen? Komm legt dich zu mir.“ Ich legte mich an ihn und roch ihn. Er roch nach Sommer und nach ihm. Ich hatte den großen Drang ihn zu küssen, aber bevor ich das umsetzte zog ich die Bremse, wie würde das den ankommen?!

Er legte einen Arm um mich und ich konnte mich, ohne dass er sich Gedanken machen würde, mich an ihn kuscheln und die Nähe zu ihm genießen. „Wir könnten Fotos machen.“ Er war so begeistert von seiner Idee, dass er sich ruckartig aufgesetzt hatte und ich zurück aufs Bett plumpste. „Stimmt, das haben wir lange nicht mehr gemacht. Du kannst ja deine Weihnachtsmannkluft anziehen.“ „Sag das nicht, das hört sich abwertend an.“ „Das ist abwertend gemeint!“ Er warf ein Kissen nach mir. „Wir könnten uns einfach schön machen und dann Bilder machen.“ „Ich finde du siehst eh immer toll aus.“ Er grinste: „Find ich auch.“ Das Kissen flog zu ihm zurück. „Ich geh dann aber eben duschen und so.“ „Mach das, ich wühl derweil mal in deiner Wäscheschublade.“ Ich stand auf und schubste ihn aufs Bett. „Wir müssen aber zu dir gehen, ich habe keine Kamera.“ Im Eiltempo machte ich mich schön, dann fuhren wir mit unseren Rädern zu ihm und es wurde ein großer sehr großer Spaß. Wir sprangen auf seinem Bett rum und machten Bilder davon. Vor lachen kullerte ich fast vom Bett runter, doch er fing mich im letzten Moment auf. Wir schauten uns die Bilder an und mussten noch mehr lachen. Wir luden die Bilder auf sein Pc und bearbeiten sie. Wir schnitten eine Krone aus und setzten sie mir auf und und und. Bis ich dann gehen musste. „Warte, noch ein Bild!“ „Na guut.“ Ich gab ihm einen Bussi damit er ein Bild machen konnte. Doch genau in dem Augenblick, als ich meine Lippen auf seine Wange presste drehte er sich. Und meine Lippen landeten auf meinen. Schock. Mein Herz raste. Was sollte ich tun? Doch in meinem Gehirn waren Löcher und eine riesen Kluft zwischen den Teilen Verstand und Ich liebe Alex, sodass ich keinen klaren Gedanken mehr fassen konnte. In dem Moment blitzte es und er hatte sein Bild. Tolles Bild, bester Freund küsst beste Freundin. Und die dumme beste Freundin war verliebt in den süßen besten Freund. „I-ich geh dann mal. Tschau, frohe Weihnachten.“ Ich raste aus dem Zimmer und raus auf mein Rad. Noch während der Fahrt kamen mir die Tränen. Ich wusste nicht genau wieso, schließlich war das eben wohl der schönste Moment in meinem Leben gewesen. Ich hatte das bekommen, was ich mir schon so lange Gewünscht hatte und was ich sogar dem Christkind erzählt hatte. Meine Bremsen am Fahrrad waren kaputt und ich raste zu Hause angekommen voll in einem Busch rein. Der Tag ging super weiter. Vielleicht hat er mich ja extra geküsst, vielleicht ist er auch verliebt. Ronja, was ein Blödsinn, er kenn dich zu gut, als das er in dich verliebt sein könnte. Außerdem er könnte jede haben und es gibt ein paar wesentlich schönere Exemplare als dich.

Ich rannte auch direkt auf mein Zimmer, bevor mich irgendwer sah. Dort schloss ich die Tür ab, warf mich auf mein Bett und heulte bis mir fast die Augen aus dem Kopf flossen. Irgendwann musste ich eingeschlafen sein, denn Ich wachte erst auf, als Mama gegen meine Tür klopfte. „Schatz? Lass mich rein. Außerdem hab ich was für dich.“ Ich kühlte meine Augen schnell mit meiner kalten Taschenlampe, in der Hoffnung, dass die Rötungen verschwanden. „Alex hat eben was für dich abgegeben. Er hat gesagt, du sollst es sofort aufmachen, wenn du willst.“ Ich schloss auf. Was konnte das wohl sein? Natürlich hatte ich auch ein Geschenk für ihn, wie jedes Jahr. „Danke.“ „Bitte.“ Sie ging wieder, was mich etwas stutzig machte, sonst wäre sie reingekommen und hätte mich behandelt. Sie war Psychologin und das merkte man nur all zu gut. Ich hatte den Gedanken, dass sie vielleicht doch irgendwie normal sei lange aufgegeben.

Ich setzte mich auf mein Bett und riss das Papier ab. Ein Schmuckschächtelchen und ein Briefumschlag. Ich machte erst das Kästchen auf, was in dem Briefumschlag war konnte ich mir ja denken, die üblichen Weihnachtsgrüße. Oh, er war so lieb! Er hatte mir den Ring gekauft, den ich schon EWIG haben wollte, er mir aber immer zu teuer war. Jetzt die Karte. Zu meinem Erstaunen war auf der Karte vorne das Bild, von unserem Kuss eben drauf. Mein Herz fing an zu rasen und ich bekam ganz zitterige Hände. „Hey meine Süße. Ich wünsche dir eine frohe Weihnachten. Ich wollte noch sagen, na ja du weißt ja, ich bin schlecht in erklären und so und mir fehlen jetzt schon die Worte. Also, das ist so. Ich sag´s einfach ja?! Ich habe mich in dich verliebt!! Ich liebe dich!“ „OH MEIN GOTT!“ Hatte ich wirklich geschrien? Aber ich war so froh. Er liebt mich! R LIEBT MICH! In dem Moment ging meine Tür auf und Alex kam rein. Mir liefen die Tränen über die Wange und ich fiel ihm um den Hals. Das ich auch immer heulen musste. Er wischte mir die Tränen weg, nahm mein Gesicht in meine Hände und küsste mich. Ich küsste ihn. Wir küssten uns.

11.1.08 14:39
 


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