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Weihnachtsengel


Ok wir haben den 4. Advent, also der Sonntag vor Heiligabend und ich bin immer noch nicht in Weihnachtsstimmung. Woran könnte das nur liegen? Meine ganze Familie rennt seit Anfang Dezember Weihnachtslieder trällernd durchs Haus nur ich nicht.

Wir haben neun Uhr morgens und ich bin wach und zwar nur weil eins meine netten Geschwister durchs Haus springt. Ich schleiche mich aus dem Zimmer und erstarre. Mein großer Bruder Cederic(fast ZWANZIG) steht dort in Weihnachtsmannkluft und unserem Tannenbaum unterm Arm. "Du warst doch nicht etwa SO den Tannenbaum holen?" Er grinste und ich wollte sterben. Das war doch nicht mehr normal?!

"Ach ja, um Zehn treffen wir uns alle unten und schmücken den Baum." "Nur wenn du dich bis dahin umgezogen hast."

Doch als ich um Zehn nach unten kam, wurde es nur noch schlimmer, meiner kleinen Schwester hatten sie ein weißes Kleidchen angezogen und Engelsflügel angeschnallt. Singend wurden die Kartons mit dem Schmuck nach oben getragen. Ich stand kopfschüttelnd in der Tür. "Schatz, zieh doch auch dein weißes Kleid an, ich habe auch noch Engelsflügel für dich." "Muhuum, das muss doch nun WIRKLICH nicht sein. Außerdem ist es ein Sommerkleid" Da hatte sie allerdings die Engelsflügel schon herbeigezaubert und zerrte mich in mein Zimmer. „Das macht doch nichts, die Heizung ist doch an.“ Also fügte ich mich meinem Schicksaal. Als Engelchen ging ich wieder nach unten und mein Kater schaute mich verwirrt an. "Ja Radsha, du hast Recht, das ist lächerlich und dumm." "Schätzchen, das habe ich gehört!" Rief meine Mum aus dem Keller. Ich ließ meinen Kater vor die Tür, damit wenigstens er seinen Spaß haben konnte. Als Mum wieder hoch kam, zog sie mir noch einen Heiligenscheinhaarreif an. Meine Familie sang fröhlich Weihnachtslieder und hüpfte um den Tannenbaum. Ich war kurz davor die Weihnachtsliedercd aus dem Fenster zu schmeißen, als es an der Tür klingelte. Ich raste hin und hoffte darauf, dass ein hübscher, netter Prinz auf seinem Schimmel da stand um mich zu retten. Dem war leider nicht so und mein Wunsch zu sterben wurde noch etwas intensiver. Niemand hatte mir gesagt, dass meine grausame Tante kommen würde. Sie war eine frustrierte, alleinstehende Frau mittleren alters. "Hallo Rose, mein Gott siehst du SÜß aus." Sie liebte das Wort „süß“ und sprach es immer etwas betonter aus, als es sein musste. Ich verdrehte die Augen und ließ sie reinkommen. Es gab ein großes "Hallo" und dann fing auch sie an zu singen und zu tanzen. Ok, das war nun eindeutig zu viel. Ich schnappte mir meinen Schlüssel und rannte aus dem Haus, ich ignorierte meine Eltern einfach, die schrien, dass ich Augenblicklich herkommen sollte und raste davon. Die Weihnachtsmusik verfolge mich allerdings bis an das Ende unserer Straße.

Ich hatte mir natürlich keine Gedanken gemacht, dass wir in einem Haus direkt in der Stadt wohnten und auch nicht darum, was ich eigentlich anhatte. Es war zumindest viel zu kalt um in meinem Sommerkleidchen, das ich nun mal anhatte draußen rumzulaufen.

Ich schlang meine Arme um meinen Körper und lief schneller, in der Hoffnung, dass es wärmer wurde. Wurde es natürlich nicht, bei Minusgraden nicht unbedingt verwunderlich.

Meine Augen fingen von dem kalten Wind an zu tränen, aber ich lief weiter. Hauptsache weit, weit weg von den kranken Leuten die zu Hause singend um den Weihnachtsbaum tanzten.

Ich sah etwas verschwommen was schwarzes vor mir, ich versuchte noch die Notbremse zu ziehen, aber es war so glatt, dass ich weiterschlitterte.

Es ertönte ein RUMS, ich spürte gar nichts, merkte aber wohl, dass ich rücklings auf dem Boden lag. Ich sah Sternchen und merkte, wie sich jemand über mich beugte. "Hallo, kannst du mich hören?" "So wie du brüllst könnte dich ein Tauber hören." Seine Stimme, denn es musste ein er sein, war so, weich und schön. Ich machte vorsichtig die Augen auf. Oh mein Gott. Ich sah in zwei strahlend blaue Augen und sein Grinsen war...umwerfend. Seine Lippen schienen mich magisch anzuziehen, doch ich Widerstand dem Drang ihn zu küssen. Er schien in meinem Alter zu sein, also so um die 16 Jahre. Er hatte Blonde verwuschelte Haare und von der Kälte ganz rote Wangen. Eigentlich sah man nicht viel von ihm, da er eingemummelt in Wintersachen war. Und trotzdem, in meinem Bauch fing es an zu kribbeln und trotz der Kälte wurde es warm um mein Herz. War ich verliebt? Ich glaube schon. "Komm her." Er half mir hoch. "Ich bin übrigens Tim und du bist das Christkind, das vom Himmel gefallen ist?" Er legte mir eine Jacke um die Schultern. Ich schwebte auf Wolke7 und seine Jacke roch sooo gut. "N-nein. Ich bin Rose." "Schöner Name." Wenn er das sagte. "Komm, ich gebe dir einen Kakao aus und du erzählst mir alles." Er legte einen Arm um mich, um mich zu wärmen und ich kuschelte mich selig lächeln an ihn.

Das Fest der Liebe konnte kommen.

10.1.08 18:37
 


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