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einleitung meiner neuen geschichte :)(1000 mal geküsst)

Ich sah noch mal zurück auf das große Gebäude. „Passen sie doch auf.“ Ich entschuldigte mich bei dem Kerl, den ich fast über den Haufen gerannt hatte, der war allerdings schon weiter gelaufen und hörte mich nicht mehr, und ging zu meinem Auto. Ich kam gerade von der Arbeit und mich überwältigte es einfach manchmal, was ich geschafft hatte. Chefin, na ja fast. Ich war die nächste nach der Chefin. Sie war Designerin, ok, ich war Designerin und sie setzte überall ihren Namen drauf. Doch wenn sie gedacht hatte, dass sie das ganze Geld und den ganzen Ruhm bekommen würde, da lag sie falsch. Ja, ich hatte es geschafft, für den Rest der Welt war ich die Chefin. Genau. Ich schaute auf meine Uhr und begann zu rennen, soweit das in den verdammt hohen Schuhen zu schaffen war(musste zum totlachen komisch ausgesehen haben). Manchmal war es wirklich etwas lästig bei der Arbeit immer auszusehen wie eine junge Göttin, Klamottenmäßig. Im Auto warf ich die Schuhe auf den Beifahrersitz, schlüpfte in meine Sandalen und raste nach Hause. In das schöne große Haus mit allem was Frau sich so wünscht. Es war schon immer mein Traum gewesen in zur Sonne zu ziehen und jetzt lebte ich in Kalifornien, mit meinem Mann und meinen drei Kindern. Ich fuhr die Einfahrt hoch und packte neben dem Auto meines Sohnes, schrecklich, dass sie hier schon mit 16 den Führerschein machen können! Ich angelte meine Schuhe auf und ging die Treppen hoch. Ich kramte nach meinem Schlüssel, aber da ging die Tür schon auf. „Hey Mum.“ Alan, mein ältester(17 und ein paar gequetschte) drückte mir einen Kuss auf die Wange. „Wo willst du denn hin?! Ich dachte wir essen heute mal wieder alle zusammen.“ „Das wird daneben gehen, wenn du mich fragst, hat Tinka ein Date! Und ich ehrlich gesagt auch.“ „Stopp mit wem?“ „Muuum, mit Kate.“ „Ach das ist gut. Ein wirklich nettes Mädchen.“ „Natürlich. Also bis Morgen.“ Ich ging rein und schmiss meine Sachen in die Ecke. Moment bis morgen?! Oh nein, was sollte das denn werden. Doch es war zu spät, er war weg und ich war mir sicher, dass er nicht an sein Handy gehen würde. Mist. Was sollte es, Tinka hat ein Date. Nicht dass das in ihrem Alter ungewöhnlich war, sie war gerade 16 geworden(ihr Auto bekam sie aber wie Alan erst mit 17, da hatte ich noch etwas Ruhe), aber wer sollte es denn sein? Bei Alan war schon länger klar, dass er hinter Kate her ist, sie war hier regelmäßig zum Essen und er legte großen Wert drauf, was wir alle von ihr hielten und er datete sie offiziell(also mit bei den Eltern abholen sich vorstellen und sich mit Fragen löchern lassen etc). Aber wer hatte das Herz meiner Tochter erobert? Und wieso um Himmelswillen wusste ich nichts davon! „Schatz? Bist du da?!“ Ich löste mich von meinen Gedanken. „Jaha.“ Ben kam mit unserer Kleinen, Rose (6), an der Hand nach unten. Ich bekam von beiden einen Kuss. „Ich habe schon angefangen zu kochen, du kannst duschen gehen und was auch immer du willst.“ War er nicht ein Schatz?! „Ich hab ihm geholfen.“ Sagte Rose stolz. „Wirklich, das ist aber toll. Du kannst ja bis zum Essen noch ein bisschen spielen gehen.“ Und das machte sie dann auch. Ich ging nach oben und duschte mich erst mal und bereitete mich auf das Kreuzverhör vor, dass sich Tinka gleich unterziehen müsste. Denn ich war fest entschlossen herauszubekommen, wer es war, denn dass sie es mir nicht einfach so sagen würde war glasklar, sonst wüsste ich es ja schon lange. Frisch gemacht, in gemütlicher Jogginghose und Kuschelsocken, ging ich dann zu ihr ins Zimmer. „Hey Tinka.“ „Hey Mum.“ Kam es aus ihrem Kleiderschrank. „Sag mal welches würdest du nehmen?!“ Mir kamen vier Oberteile entgegengeflogen. Ich sammelte sie auf. „Kommt drauf an.“ „Worauf?“ „Was du sonst so anhast und wen du triffst.“ Sie trat aus dem Kleiderschrank. „Alan hat es dir gesagt?!“ „Nein quatsch, er hat nichts gesagt.“ „Also ja.“ „Mh, sieht zumindest nicht so aus als wolltest du wen auch immer du triffst mit ins Bett nehmen.“ Sie stand in Unterwäsche vor mir und da es keine Reizwäsche war(hatte sie überhaupt welche und wenn ja wieso hatte sie welche?!), war ich zu dem Schluss gekommen. Ok, es war alles andere als Reizwäsche, wo hatte sie das fürchterliche Zeug mit Hello Kitty her? „Mum, nein habe ich nicht.“ „Dann ist ja alles gut, aber neue Unterwäsche solltest du dir trotzdem mal wieder zulegen. Und du kannst das anziehen.“ Ich warf ihr ein Saphir grünes Oberteil hin. „Danke. Ja, ich werde bald mit Lea oder so losziehen!“ „Also wer ist es.“ „Kann ich dir nicht sagen.“ „Das heißt ich kenne ihn.“

Oder er war Drogenabhängig oder etwas noch Schlimmeres, gab es was schlimmeres, als einen Drogenabhängigen, der meine Tochter datete? „Ich sage nichts.“ „Wieso, komm schon.“ „Du sagst es direkt weiter.“ Ich riet also einfach mal wild drauf los: „Tim.“ Ich lachte, Tim war ihr bester Freund, seit sie auf der Welt ist. Seine Mutter war meine beste Freundin, seit der Schule und wir hatten die beiden einfach immer zusammengesteckt.

Mein Lachen verging mir allerdings als ich sah wie rot sie anlief. Volltreffer, sie hatte sich in ihren besten Freund verknallt. „Oh, entschuldige Schatz. Aber jetzt im Ernst?!“ Ich konnte es ja nicht so wirklich fassen. Aber gar nicht! „Jaaa.“ Ich war komplett verwirrt. „Weiß er es?“ „Bist du verrückt?!“ fragte sie sauer. „Ja kann sein, aber ich dachte ihr habt ein Date.“ „Nein, eine normale Verabredung unter Freunden und das wird sich wahrscheinlich auch nie ändern.“ Da war aber jemand positiv gestimmt. „Kommen die andern auch mit?“ „Nein Marie hat dafür gesorgt, dass wir nur zu Zweit gehen.“ „Das ist doch schon mal gut.“ sagte ich so optimistisch wie ich nur konnte.

„Mama wir haben schon im selben Bett geschlafen und es ist nichts passiert, wir haben uns halb nackt und das ein oder andere Mal nackt gesehen und es nichts passiert. Wieso sollte dann im Kino was passieren.“ „Also ich für meinen Teil bin froh, dass nicht passiert ist, als ihr halb nackt oder nackt gewesen seid. Aber es ist irgendwie was anderes, wenn man anfängt sich halb nackt oder ganz und gar nackt zu küssen, als wenn es dunkel ist und man sagen kann, huch, ich vergaß für einen Moment, dass du neben mir sitzt. Oder hopsala, das kam gerade so über mich, entschuldige.“ Tinka lachte ein wenig, das war doch schon mal was. „Weißt du was ich machen werde?!“ „Ja Mum, ich weiß es, du wirst Jane anrufen und mit ihr drüber reden.“ „Ja, aber ich werde sie ausquetschen, ob sie was von Tim weiß.“ „Ja, ok und ich mach mich weiter fertig.“ „Gut.“

21.1.08 19:14


sommer,sonne,strand und weihnachten


„Guten Morgen! Wir haben den vierten Advent, morgen ist Weihnachten.“ Mit den Worten riss mein Zwillingsbruder die Gardinen in meinem Zimmer auf. Eigentlich war es das Zimmer von mir und Annabella, meiner besten Freundin. Doch sie war nicht mit mir und meiner Familie nach Australien gekommen und so hatte ich das große Bett für mich alleine. Scheiße eigentlich. Mein Bruder hatte gut Lachen, er hatte seinen besten Freund dabei und direkt am ersten Tag ein Mädchen am Strand aufgerissen. Sein Freund Erik war nicht so begeistert, da Kai(mein Bruder) jetzt keine Zeit mehr für ihn hatte. „Erik und ich wollten an den Strand, willst du mitkommen?“ „Ach komm, du willst nur, dass ich mitkomme, damit du mit Roxy abhauen kannst. Erik ist ziemlich sauer, weißt du das?“ „Mach nicht so ein Theater, kommst du mit, oder nicht?“ „Jaa, ich mach mich nur eben fertig.“ Natürlich ging ich nicht mit, um meinem Bruder einen Gefallen zu tun, nur weil ich ja eh nichts vorhatte und damit der arme Erik nicht so alleine war. „Fertig, wo bleibt ihr?“ Aus dem Zimmer meiner Eltern hörte ich Mama rufen: „Die Jungs sind schon draußen.“ Alles klar. Und wie erwartet stand auch Roxy bei ihnen. „Hi Valerie, schicke Badekluft.“ „Das heißt Bikini.“ „No, das ist englisch.“ Dumme Kuh. Sie hatte keine Ahnung von Deutsch, wollte meinen Bruder aber beeindrucken. Auf dem Weg zum Strand rief Annabella an. Sie sagte, dass es meinem Kater gut ging, den hatte ich nämlich bei ihr untergebracht und dass es bei ihnen schneite. Pech gehabt, denn ich saß in der Sonne. Ok ich musste zugeben, es war seltsam Weihnachten hier zu verbringen, aber ich könnte mich dran gewöhnen. Ich war schön braun geworden und meine Haare sind einen Tick heller geworden. Ich liebte den Sommer und mein Blond nach dem Sommer. Am Strand waren Roxy und Kai, wie erwartet direkt verschwunden. Erik legte sich auf sein Handtuch und ich legte mich neben ihn. „Du bist nur wegen mir mitgekommen, oder?“ Er sah zu mir. Ich nickte: „Aber das ist doch kein Problem, in der Wohnung hätte ich eh nichts zu tun gehabt.“ „Worauf hast du denn gerade Lust?“ „Auf ein Eis und Shopping.“ „Komm, wir gehen shoppen und ich gebe dir ein Eis aus.“ Ich sah ihn erstaunt an. „Na mach schon, irgendwie muss ich mich ja bei dir bedanken, schließlich begleitest du mich immer wenn, na du weiß schon.“ „Jetzt sind wir beide verlassen von unseren Freunden.“ Er nickte. Wir zogen uns an und gingen schändeten durch die Stadt. Wir hatten eine Menge Spaß. Wir aßen jede Menge Eis und kauften Klamotten ohne Ende. Am meisten Spaß machte es, wenn wir uns beide einfach irgendwas aus den Regalen holten und es anzogen. Wir verbrachten den ganzen Vormittag in der Stadt. Auf dem Rückweg fragte Erik: „Weißt du schon, was du heute Abend anziehst?“ „Mist, ich habe die Party vergessen. Scheiße. Erik, ich muss sterben.“ Er lachte: „Unsinn, du hast genug Klamotten und jetzt auch noch einen Haufen Neue. Wir finden was.“ „Bist du jetzt meine neue beste Freundin?“ „Wenn du willst.“ Wir lachten. Zu Hause angekommen saß Kai auf dem Sofa, er sah etwas wütend aus. „Wo wart ihr denn?“ „Weg.“ „Ja, das habe ich gemerkt, ihr hättet doch bescheit sagen können.“ Da brannten mir nun endgültig die Sicherungen durch: „Weißt du was?! Du haust andauernd mit dieser Schlampe ab und meckerst? Du bist der Letzte, der sich hier beschweren könnte!“ In dem Moment kam Roxy aus der Küche. „Du bist selber eine Schlampe.“ „Du weißt doch gar nicht, was das ist.“ „Brems mal ab und halt die Klappe Valerie.“ Und da kam auch noch Papa hinzu, ich sollte erwähnen, dass er Psychologe ist! „Kinder, was habt ihr denn, das kann man doch in Ruhe klären, einer nach dem anderen.“ Ich riss Erik einfach mit nach oben. Ich raste in mein Zimmer, schmiss mich aufs Bett und Fluchte vor mich hin. „Du hast aber eine Menge Wörter auf Lager.“ Erik stand grinsend in der Tür. „Steht dein Angebot noch, dass du mir hilfst, was zu finden?“ „Natürlich.“ Wir zwei verbrachten den ganzen Nachmittag auch noch zusammen und er war so lustig. Ich lachte mich halb tot und dachte nicht mehr an meinen blöden Bruder, der sich vorgenommen hatte, mir die Ferien zur Hölle zu machen.

Am Abend suchte ich ihm schnell noch was schönes raus. „Weißt du was, ich nehme mir für heute vor Spaß zu haben und einen Kerl zu finden.“ Er lachte. „Dann such mir aber bitte was aus, womit ich Mädels aufreißen kann, wenn du schon nicht da bist.“ „Wie du willst.“ Wir nahmen uns vor, heute nicht ungeküsst ins Bett zu gehen. Als wir jeder wussten, was wir anzogen verschwanden wir nacheinander ins Bad, duschten uns und machten uns hübsch. „Erik, Valla, sollen wir zusammen zur Party gehen?“ Mein Bruder, was dachte der eigentlich? Für was hielt er sich. „Verpiss dich.“ Mama flötete: „Schätzchen, es ist das Fest der Liebe.“ Sie war Jogalehrerin und ging leider etwas zu offen mit ihrem Sexleben um. „Ja Mama.“ Am besten sagte man bei ihr nie was anderes. Das konnte in tiefgründige Seinsfragen ausarten. Erik und ich machten uns gemeinsam auf den Weg zur Party. Ich hatte einen süßen Rock an, den wir heute gekauft hatten und ein noch niedlicheres Oberteil und natürlich Engelsflügel und einen Heiligenschein. Auf der Party, sah mich nur leider niemand an. Ich teile meine Bedenken Erik gleich mit. „Das liegt vielleicht daran, dass sie denken, dass wir zusammen sind. Na ja, so wie du mich anschaust.“ Ich schlug ihm meine Handtasche um die Ohren und er lachte. „Dann geh ich mir mal was zu trinken holen. Warte hier auf mich, falls mich niemand aufreißen will.“ „Seiden ich finde ein paar heiße Mädels.“ „Alles klar.“ Ich ging davon. Catwalk, mit dem Hintern wackeln. Erst jetzt fiel mir auf, dass die ganzen Jungs, wirklich nicht das beste waren. Also ließ ich es ganz schnell, holte mir einen Becher Cola und hoffte, dass Erik kein Mädchen gefunden, mit dem er den Rest seines Lebens verbringen wollte, da ich sonst gleich wieder nach Hause gehen konnte. Ich hatte Glück, er stand noch da. Als er mich sah tat er so als würde er einem Mädchen hinterher rufen: „Ja du warst furchtbar heiß, das könnten wir wiederholen.“ Ich lachte: „Auch nichts gefunden?“ „Nö, wieso hast du niemanden?“ „Alles nicht so mein Typ.“ „Verständlich, gegen mich kommt eben keiner an.“ Ich musste wieder lachen. „Wollen wir raus gehen? Wir könnten noch an den Strand gehen.“ „Gerne. Ich wünschte es würde schneien, irgendwie kommt doch sonst keine Weihnachtsstimmung auf.“ „Es heißt doch auch Fest der Liebe.“ „Aber jemanden zum lieben hab ich auch nicht.“ „Nimm mich.“ Ich schupste ihn weg. „Schau eine Sternschnuppe.“ Rief er auf einmal. Ich sah sie gerade noch und wünschte mir, dass ich heute noch den „Wahre Liebe Kuss“ bekommen würde. Ja, nur von wem. Und alt, verschimmelt und ungeküsst sterben. Ich sollte es aufgeben, ich würde ungeküsst ins Bett gehen und sterben. Am Strand setzten wir uns hin. Wir schwiegen, es war irgendwie eine peinliche Stille. Ich wusste nicht was ich sagen sollte. Ich spürte seine Blicke und als er weg sah, sah ich ihn mir mal an. Wow, er sah gut aus. Das war mir nie aufgefallen. Er hatte so schöne blaue Augen, sie strahlten und seine Stupsnase sah so niedlich aus. Er hatte große, breite Hände. Wie gerne würde ich meine Hände in die seinen legen. Moment, ich hatte doch einen Schaden, das ist Erik, der beste Freund meines Bruders.

Und doch, er war süß und er brachte mich andauernd zum lachen. Die Sonne begann im Meer zu versinken. Eine romantischere Stimmung hätten wir zu Hause nicht haben können. „Mir ist kalt.“ Natürlich war das gelogen, mir war richtig heiß. Doch Erik setzte sich brav näher an mich und legte einen Arm um mich. „Hat dir schon mal jemand gesagt, dass du ein tolles Mädchen bist, du siehst nicht nur gut aus sondern hast noch Charakter.“ Jetzt wurde mir noch wärmer. Aber wahrscheinlich war das Freundschaftlich gemeint, also andere Gedanken. Doch ich fand keine anderen Gedanken in meinem Kopf, wo waren sie, wenn man sie brauchte. Ich lächelte verlegen. Wäre Schnee da, wäre mir nicht so warm. „Ich mag dich sehr gerne.“ Mein Gesicht war wahrscheinlich so rot, wie die untergehende Sonne. Und bevor ich noch was erwidern konnte, hatte er mir eine Strähne aus dem Gesicht gestrichen, mein Gesicht in die Hand genommen. „Ein Mistelzweig.“ „Ich seh keinen.“ Flüsterte ich. „Du hast zu wenig Fantasie.“ „Ah, da ist er ja.“ „Na also.“ Und er küsste mich. Ich küsste ihn. Es kribbelte. Wir küssten uns.

12.1.08 22:39


advent advent

„Jetzt kommt endlich!“ Mein Bruder(Basti) und mein bester Freund(David) klopften an die Tür. Mia(meine beste Freundin) und ich machten und gerade noch fertig, wir wollten alle zusammen auf eine Weihnachtsparty gehen. Heute war der 4. Advent, der letzte Tag vor Weihnachten und der Tag der großen Party. „Wir kommen ja schon!“ „Wenn du dich nicht beeilst, brat ich deine Katze.“ Das sagte Basti immer, wirklich immer, dabei liebte er unseren Kater genau so wie ich. Da waren wir auch schon fertig. „Na jetzt weiß ich, wieso Mama will, dass ich auf euch aufpasse, wollt ihr euch nicht was anziehen, was größer als ein Handtuch ist.“ „Kommt jetzt, oder wollt ihr, dass wir uns noch mal umziehen.“ Das zeigte Wirkung. „Tschüss Mum.“ „Tschüss! Basti, David bringt sie mir ordentlich nach Hause, kein Alkohol, keine Drogen, kein Sex.“ Meine Mutter, machte sich einen Kopf um Sachen…Lachend gingen wir los. Draußen hatte es Angefangen zu schneien. War das schön, aber kalt. Zum Glück war die Party in einem Haus nicht weit von uns.

Als wir ankamen war die Party schon in vollem Gange. Die Musik hörte man zwei Straßen weiter, natürlich Weihnachtsmusik. Oh Gott nein, da bin ich von zu Hause geflüchtet, weil Mama die ganze Woche schon ihre neue Weihnachtscd hört und dann das. Na ja, Party ist Party.

Wir gaben unsere Jacken ab und stürzten uns in Getümmel. Mia hatte direkt ihren Freund gefunden (wieso waren eigentlich alle vergeben nur ich nicht?) und war verschwunden. Basti ist auch verschwunden und irgendwie hatte ich David auch verloren. Toll, das Fest der Liebe und meine Lieben hatten mich nach nicht mals fünf Minuten verlassen. Also machte ich mich erstmal auf die Suche nach etwas zu trinken. Natürlich kein Alkohol, da meine Mum es uns ja verboten hatte. Außerdem roch das, was sie da hatten irgendwie nach Schimmel. „Heyy!“ Gregor, der beste Freund meines Bruders, tauchte hinter mich auf. Er war eigentlich ganz süß. Na ja, er war wirklich SÜß! „Alles klar bei dir?“ „Bestens.“ Ich lächelte verlegen. „Du bist süß.“ Er hatte das tatsächlich gesagt! Ihr habt es doch auch mitbekommen?! Er hat es gesagt, ich bin süß!! Er nahm mich an der Hand und zerrte mich hinter sich her! Oh mein Gott und das so früh am Abend. Japadapaduu! IM Flur, wo nichts los nahm, nahm er meine Hände und drängte mich an die Wand. Wie festgenagelt stand ich an die Wand gedrängt. Oh Gott. Ich meine ich wollte schon lange von ihm geküsst werden. Aber man roch seine Fahne wahrscheinlich bis nach Australien. Außerdem kribbelte nichts. Also Notbremse ziehen und abhauen. Nur wie, er hielt mich fest und kam immer näher. Bah. „GREGOR!“ Ich schrie auf und sah meinen Bruder. Er sah wütend aus, so wütend habe ich ihn noch nie gesehen. „Basti.“ „Komm her Kleine, Gregor, du bekommst Probleme. Lass die Finger von meiner Schwester.“ Er zog mich mit sich weg. „Was hast du dir dabei gedacht?“ „Das wollte ich nicht. Ich bin so froh, dass du gekommen bist.“ „Dafür bin ich da ja, denk dran Mama hat gesagt kein Sex.“ „Wieso hast du so Leute zum Freund?“ „Weißt du, zu Mädchen ist er eben etwas eigenartig.“ „Danke. Ich hab dich lieb.“ „Kein Problem. Hab dich auch lieb.“ Und weg war er wieder mein Schutzengel. Mir war das so peinlich, dass mein Bruder mich erwischt hat, am liebsten würde ich in einer Kluft verschwinden, besser wurde es bestimmt nicht mehr. Soll ich gehen? Aber ich wollte doch nicht ohne geküsst zu werden nach Hause gehen, das hatte ich leider mit Mia gewettet. Ich werde nicht aufgeben, aber auch nie wieder wetten. Hätte Gregor mich wenigstens kurz geküsst, hätte ich jetzt gehen können. Mittlerweile war so ziemlich jeder hier besoffen. Ok, eigentlich höchstens die Hälfte, aber anders hört es sich dramatischer an. Ich war noch auf der Suche nach einem potentiellen Opfer, dass ich küssen konnte. Doch hier lief eine Menge Mist rum. Ein Junge stieg gerade auf den Tisch und fing an mitzusingen und sich auszuziehen.

Ich kam an einem Spiegel vorbei. So schlimm sah ich nicht aus. Ich hatte passend zu Weihnachten ein weißes Shirt an, daran war eine Weihnachtsmütze genäht und eine rote Hotpants mit weißen Bommeln dran. Süß irgendwie.

Ich traf ein paar Freundinnen und wir plauderten ein wenig. Aber auch sie hatten alle ein Freund und mussten gleich zu ihnen hin. Man, nur ich stand da, alleine. Dabei hatte ich extra an Santa geschrieben, ich wollte einen Freund.

Santa baby,

Think of all the fun I've missed
Think of all the fellas that I haven't kissed
Next year I could be just as good
If you check out my Christmas list

Und natürlich verging der Abend nicht ohne das ich mich einmal richtig blamiertem wieso eigentlich. Weil ich es bin und mir immer was peinliches passiert.

Fangen wir da an wo es passiert ist. Also ihr erinnert euch an das weiße T-Shirt, dass ich trage? Ich stand nutzlos in der Ecke rum, in der ich schon stehe, seit mich meine Freundinnen verlassen hatten, in der Hoffnung, dass dort nicht los war. Es war auch eigentlich nichts los, bis jemand betrunken auf mich zu kam. Er sang „Last Christmas“ Und schaukelte bedrohlich. Es dauerte nicht lange und ich hatte die Bowle, die er, wieso auch immer, bei sich hatte, über meinem T-Shirt. Richtig, ich hatte keinen BH an. Ich hasste Mia, sie hatte immer so dumme Ideen. „SCHEIßE DU ARSCH.“ Der Typ zeigte auf mich: „Wow, Leute schaut mal.“ Daraufhin schaute auch jeder, wirklich jeder. Nur mein Retter war nicht da. Scheiße, scheiße. Ich versuchte mir alles zu verdecken, was sich verdecken ließ. Mia kam mit David auf mich zu. Die Zwei retteten mich ins nächste Bad. „Oh Gott.“ Mia lachte. „Ich hasse dich Mia.“ „Mädels, das Fest der Liebe.“ „Schau mich doch mal an.“ Ich drehte mich zu ihm. Er schaute beschämt weg. Oh, ich verdeckte mich schnell wieder. Mia war dabei ihr Oberteil auszuziehen. Sie hatte ein Top drunter. Gemeine Kuh, so was nennt man dann beste Freundin. Ich entkleidete mich, trocknete mich ab und zog ihr Oberteil an. David hatte sich umgedreht. „Fertig.“ Mia lachte: „David, du hast das Beste verpasst.“ „Ich bin nur nicht so unverschämt wie du.“ „Ich bin dann mal ihr zwei hübschen.“ Zack war Mia weg. Wie ich sie liebte. David und Mia hatten sich nie verstanden, aber nur weil sie es liebten zu streiten. „Komm. Ich bring dich nach Hause, wie ich dich kenne, willst du nicht länger bleiben.“ Nein, das musste ich mir nun wirklich nicht antun. Ich tapste hinter ihm her und natürlich kamen einige Kommentare und ich war wahrscheinlich rot wie Klatschmohn. Uns wurde gleich eine Affäre angedichtet, weil wir im Bad waren. Danke. Ich hab ja gesagt, besser kann es nicht werden. Wir verschwanden so schnell es ging und lachten uns kaputt. Es war aber irgendwie auch, lustig. „So was schaffst nur du.“ „Ja wie immer.“ Den ganzen Weg konnten wir nicht aufhören zu lachen, wir mussten uns die Bäuche halten. Zu Hause angekommen klingelte ich, weil Mum dringend wissen wollte, wann ich da war und mit wem. „Hallo ihr Zwei. Oh Mistelzweig.“ Trällerte sie. Und schwups hatte sie uns zusammengeschupst und war verschwunden. Wir lachten. Kamen und näher. Ich spürte seine weichen Lippen auf meinen. Es kribbelte. Oh nein, ich hatte mich verliebt, wie sollte das weitergehen?! Er küsste mich sanft. Ich schwebe…und werde fallen. Und er küsste mich fester. Es kribbelt auch bei ihm! Ich spürte es. Ich schlang meine Arme um ihn, er hob mich hoch und drehte sich.

Danke Santa! DANKE

12.1.08 00:04


advent advent mein herzlein brennt

„Ronjaschatz! Alex ist da, ich schicke ihn hoch ja?“ Die liebreizende Stimme meiner Mutter, hatte jetzt wohl die gesamte Nachbarschaft aufgeweckt. Ich krabbelte aus meinem Bett und raste ins Badezimmer. Ich hatte total verpennt. Na ja, das stand mir ja auch zu, schließlich hatten wir den 4. Advent und somit Ferien, aber ich hatte mich mit meinem besten Freund Alex verabredet. Ich versuchte mein Aussehen noch irgendwie zu retten, denn oh du Fröhliche, ich hatte gemerkt, wie gut Alex aussah, er hatte solche schööönen strahlend blauen Augen und sein lachen war hinreißend und er war immer für mich da. Natürlich wusste er nichts von alldem. „Ronjamauiii?!“ „Bin noch im Bad, komm gleich.“ „Alles klar, ich bin in deinem Zimmer.“ Oh nein, ich betete, dass ich wenigstens meine Unterwäsche in mein Schrank geräumt hatte und sie nicht mit den anderen sauberen Klamotten, die Mama mir gestern gegeben hat, auf meinem Sofa lag. Als ich dann allerdings in mein Zimmer sah wollte ich am liebsten wegrennen, nein viel dramatischer, ich wollte auf den Schimmer meiner Schwester springen(ja sie hat ein Pferd!) und davongaloppieren. Das würde doch eine gute Szene abgeben. Alex hatte sich nämlich meinen BH angezogen, sich eine meiner Pantys über den Kopf gestülpt und tanzte mit meinem Kater auf dem Arm durch mein Zimmer. Ich stand wie angewurzelt in der Tür. „Da bist du ja endlich, Radsha und ich haben ein wenig Spaß gehabt.“ Erst jetzt entdeckte ich, dass mein Kater auch eine Panty auf dem Kopf hatte. Na herzlichen Dank. „Ich sehe es.“ Alex zog sich und dem Kater die Sachen aus und warf sich auf mein Bett. „Was wollen wir denn heute machen? Komm legt dich zu mir.“ Ich legte mich an ihn und roch ihn. Er roch nach Sommer und nach ihm. Ich hatte den großen Drang ihn zu küssen, aber bevor ich das umsetzte zog ich die Bremse, wie würde das den ankommen?!

Er legte einen Arm um mich und ich konnte mich, ohne dass er sich Gedanken machen würde, mich an ihn kuscheln und die Nähe zu ihm genießen. „Wir könnten Fotos machen.“ Er war so begeistert von seiner Idee, dass er sich ruckartig aufgesetzt hatte und ich zurück aufs Bett plumpste. „Stimmt, das haben wir lange nicht mehr gemacht. Du kannst ja deine Weihnachtsmannkluft anziehen.“ „Sag das nicht, das hört sich abwertend an.“ „Das ist abwertend gemeint!“ Er warf ein Kissen nach mir. „Wir könnten uns einfach schön machen und dann Bilder machen.“ „Ich finde du siehst eh immer toll aus.“ Er grinste: „Find ich auch.“ Das Kissen flog zu ihm zurück. „Ich geh dann aber eben duschen und so.“ „Mach das, ich wühl derweil mal in deiner Wäscheschublade.“ Ich stand auf und schubste ihn aufs Bett. „Wir müssen aber zu dir gehen, ich habe keine Kamera.“ Im Eiltempo machte ich mich schön, dann fuhren wir mit unseren Rädern zu ihm und es wurde ein großer sehr großer Spaß. Wir sprangen auf seinem Bett rum und machten Bilder davon. Vor lachen kullerte ich fast vom Bett runter, doch er fing mich im letzten Moment auf. Wir schauten uns die Bilder an und mussten noch mehr lachen. Wir luden die Bilder auf sein Pc und bearbeiten sie. Wir schnitten eine Krone aus und setzten sie mir auf und und und. Bis ich dann gehen musste. „Warte, noch ein Bild!“ „Na guut.“ Ich gab ihm einen Bussi damit er ein Bild machen konnte. Doch genau in dem Augenblick, als ich meine Lippen auf seine Wange presste drehte er sich. Und meine Lippen landeten auf meinen. Schock. Mein Herz raste. Was sollte ich tun? Doch in meinem Gehirn waren Löcher und eine riesen Kluft zwischen den Teilen Verstand und Ich liebe Alex, sodass ich keinen klaren Gedanken mehr fassen konnte. In dem Moment blitzte es und er hatte sein Bild. Tolles Bild, bester Freund küsst beste Freundin. Und die dumme beste Freundin war verliebt in den süßen besten Freund. „I-ich geh dann mal. Tschau, frohe Weihnachten.“ Ich raste aus dem Zimmer und raus auf mein Rad. Noch während der Fahrt kamen mir die Tränen. Ich wusste nicht genau wieso, schließlich war das eben wohl der schönste Moment in meinem Leben gewesen. Ich hatte das bekommen, was ich mir schon so lange Gewünscht hatte und was ich sogar dem Christkind erzählt hatte. Meine Bremsen am Fahrrad waren kaputt und ich raste zu Hause angekommen voll in einem Busch rein. Der Tag ging super weiter. Vielleicht hat er mich ja extra geküsst, vielleicht ist er auch verliebt. Ronja, was ein Blödsinn, er kenn dich zu gut, als das er in dich verliebt sein könnte. Außerdem er könnte jede haben und es gibt ein paar wesentlich schönere Exemplare als dich.

Ich rannte auch direkt auf mein Zimmer, bevor mich irgendwer sah. Dort schloss ich die Tür ab, warf mich auf mein Bett und heulte bis mir fast die Augen aus dem Kopf flossen. Irgendwann musste ich eingeschlafen sein, denn Ich wachte erst auf, als Mama gegen meine Tür klopfte. „Schatz? Lass mich rein. Außerdem hab ich was für dich.“ Ich kühlte meine Augen schnell mit meiner kalten Taschenlampe, in der Hoffnung, dass die Rötungen verschwanden. „Alex hat eben was für dich abgegeben. Er hat gesagt, du sollst es sofort aufmachen, wenn du willst.“ Ich schloss auf. Was konnte das wohl sein? Natürlich hatte ich auch ein Geschenk für ihn, wie jedes Jahr. „Danke.“ „Bitte.“ Sie ging wieder, was mich etwas stutzig machte, sonst wäre sie reingekommen und hätte mich behandelt. Sie war Psychologin und das merkte man nur all zu gut. Ich hatte den Gedanken, dass sie vielleicht doch irgendwie normal sei lange aufgegeben.

Ich setzte mich auf mein Bett und riss das Papier ab. Ein Schmuckschächtelchen und ein Briefumschlag. Ich machte erst das Kästchen auf, was in dem Briefumschlag war konnte ich mir ja denken, die üblichen Weihnachtsgrüße. Oh, er war so lieb! Er hatte mir den Ring gekauft, den ich schon EWIG haben wollte, er mir aber immer zu teuer war. Jetzt die Karte. Zu meinem Erstaunen war auf der Karte vorne das Bild, von unserem Kuss eben drauf. Mein Herz fing an zu rasen und ich bekam ganz zitterige Hände. „Hey meine Süße. Ich wünsche dir eine frohe Weihnachten. Ich wollte noch sagen, na ja du weißt ja, ich bin schlecht in erklären und so und mir fehlen jetzt schon die Worte. Also, das ist so. Ich sag´s einfach ja?! Ich habe mich in dich verliebt!! Ich liebe dich!“ „OH MEIN GOTT!“ Hatte ich wirklich geschrien? Aber ich war so froh. Er liebt mich! R LIEBT MICH! In dem Moment ging meine Tür auf und Alex kam rein. Mir liefen die Tränen über die Wange und ich fiel ihm um den Hals. Das ich auch immer heulen musste. Er wischte mir die Tränen weg, nahm mein Gesicht in meine Hände und küsste mich. Ich küsste ihn. Wir küssten uns.

11.1.08 14:39


Weihnachtsengel


Ok wir haben den 4. Advent, also der Sonntag vor Heiligabend und ich bin immer noch nicht in Weihnachtsstimmung. Woran könnte das nur liegen? Meine ganze Familie rennt seit Anfang Dezember Weihnachtslieder trällernd durchs Haus nur ich nicht.

Wir haben neun Uhr morgens und ich bin wach und zwar nur weil eins meine netten Geschwister durchs Haus springt. Ich schleiche mich aus dem Zimmer und erstarre. Mein großer Bruder Cederic(fast ZWANZIG) steht dort in Weihnachtsmannkluft und unserem Tannenbaum unterm Arm. "Du warst doch nicht etwa SO den Tannenbaum holen?" Er grinste und ich wollte sterben. Das war doch nicht mehr normal?!

"Ach ja, um Zehn treffen wir uns alle unten und schmücken den Baum." "Nur wenn du dich bis dahin umgezogen hast."

Doch als ich um Zehn nach unten kam, wurde es nur noch schlimmer, meiner kleinen Schwester hatten sie ein weißes Kleidchen angezogen und Engelsflügel angeschnallt. Singend wurden die Kartons mit dem Schmuck nach oben getragen. Ich stand kopfschüttelnd in der Tür. "Schatz, zieh doch auch dein weißes Kleid an, ich habe auch noch Engelsflügel für dich." "Muhuum, das muss doch nun WIRKLICH nicht sein. Außerdem ist es ein Sommerkleid" Da hatte sie allerdings die Engelsflügel schon herbeigezaubert und zerrte mich in mein Zimmer. „Das macht doch nichts, die Heizung ist doch an.“ Also fügte ich mich meinem Schicksaal. Als Engelchen ging ich wieder nach unten und mein Kater schaute mich verwirrt an. "Ja Radsha, du hast Recht, das ist lächerlich und dumm." "Schätzchen, das habe ich gehört!" Rief meine Mum aus dem Keller. Ich ließ meinen Kater vor die Tür, damit wenigstens er seinen Spaß haben konnte. Als Mum wieder hoch kam, zog sie mir noch einen Heiligenscheinhaarreif an. Meine Familie sang fröhlich Weihnachtslieder und hüpfte um den Tannenbaum. Ich war kurz davor die Weihnachtsliedercd aus dem Fenster zu schmeißen, als es an der Tür klingelte. Ich raste hin und hoffte darauf, dass ein hübscher, netter Prinz auf seinem Schimmel da stand um mich zu retten. Dem war leider nicht so und mein Wunsch zu sterben wurde noch etwas intensiver. Niemand hatte mir gesagt, dass meine grausame Tante kommen würde. Sie war eine frustrierte, alleinstehende Frau mittleren alters. "Hallo Rose, mein Gott siehst du SÜß aus." Sie liebte das Wort „süß“ und sprach es immer etwas betonter aus, als es sein musste. Ich verdrehte die Augen und ließ sie reinkommen. Es gab ein großes "Hallo" und dann fing auch sie an zu singen und zu tanzen. Ok, das war nun eindeutig zu viel. Ich schnappte mir meinen Schlüssel und rannte aus dem Haus, ich ignorierte meine Eltern einfach, die schrien, dass ich Augenblicklich herkommen sollte und raste davon. Die Weihnachtsmusik verfolge mich allerdings bis an das Ende unserer Straße.

Ich hatte mir natürlich keine Gedanken gemacht, dass wir in einem Haus direkt in der Stadt wohnten und auch nicht darum, was ich eigentlich anhatte. Es war zumindest viel zu kalt um in meinem Sommerkleidchen, das ich nun mal anhatte draußen rumzulaufen.

Ich schlang meine Arme um meinen Körper und lief schneller, in der Hoffnung, dass es wärmer wurde. Wurde es natürlich nicht, bei Minusgraden nicht unbedingt verwunderlich.

Meine Augen fingen von dem kalten Wind an zu tränen, aber ich lief weiter. Hauptsache weit, weit weg von den kranken Leuten die zu Hause singend um den Weihnachtsbaum tanzten.

Ich sah etwas verschwommen was schwarzes vor mir, ich versuchte noch die Notbremse zu ziehen, aber es war so glatt, dass ich weiterschlitterte.

Es ertönte ein RUMS, ich spürte gar nichts, merkte aber wohl, dass ich rücklings auf dem Boden lag. Ich sah Sternchen und merkte, wie sich jemand über mich beugte. "Hallo, kannst du mich hören?" "So wie du brüllst könnte dich ein Tauber hören." Seine Stimme, denn es musste ein er sein, war so, weich und schön. Ich machte vorsichtig die Augen auf. Oh mein Gott. Ich sah in zwei strahlend blaue Augen und sein Grinsen war...umwerfend. Seine Lippen schienen mich magisch anzuziehen, doch ich Widerstand dem Drang ihn zu küssen. Er schien in meinem Alter zu sein, also so um die 16 Jahre. Er hatte Blonde verwuschelte Haare und von der Kälte ganz rote Wangen. Eigentlich sah man nicht viel von ihm, da er eingemummelt in Wintersachen war. Und trotzdem, in meinem Bauch fing es an zu kribbeln und trotz der Kälte wurde es warm um mein Herz. War ich verliebt? Ich glaube schon. "Komm her." Er half mir hoch. "Ich bin übrigens Tim und du bist das Christkind, das vom Himmel gefallen ist?" Er legte mir eine Jacke um die Schultern. Ich schwebte auf Wolke7 und seine Jacke roch sooo gut. "N-nein. Ich bin Rose." "Schöner Name." Wenn er das sagte. "Komm, ich gebe dir einen Kakao aus und du erzählst mir alles." Er legte einen Arm um mich, um mich zu wärmen und ich kuschelte mich selig lächeln an ihn.

Das Fest der Liebe konnte kommen.

10.1.08 18:37





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